Nach langer zeit mal wieder ein etwas längerer Eintrag von mir. Grad sitz ich mit Kerstin in unserer stuga und sie versucht die Statistik sachten zu verstehen, die sie mir dann hoffentlich erklären kann. Also nicht Statistik an sich sondern das Programm mit dem wir die Analysen machen (SPSS). Und derweil schreib ich mal ein bisschen, was ich dann nachher direkt kopieren kann, toller plan.
Aaaaalso! fangen wir doch mal von hinten an: Donnerstag bis Samstag waren wir arbeiten. Donnerstagmorgen ging’s los, bei strahlendem Sonnenschein sind Ann, Maria, Ida und ihre kleine Schwester Hanna und ich los.
Beim 600er Plot angekommen haben wir Kerstin und Maja getroffen (Kerstin macht die nächsten 4 Wochen prakitkum bei Maja, die ihr phD project hier macht und am gleichen gradienten arbeitet). Und nicht nur die zwei haben wir getroffen sondern auch 2173498713091470923871 Mücken.
Schon auf dem weg hoch waren meine arme ununterbrochen von mindestens 5 mücken jeweils besiedelt. Irgendwann stört es einen schön nicht mehr und ich hab sie einfach saugen lassen J
Die arbeit bestand im wesentlichen daraus, dass wir einen rahmen mit teilquadraten haben
und die sich darunter befindende species composition bestimmen müssen. Dies tun wir indem wir erstmal schauen was es überhaupt für species gibt. dafür muss man natürlich mitten in der vegetation sitzen. so stellt man sich doch vegetationsbiologen vor oder??
Ich hab mir ein total tolles schwedisches „fjällflora“ – bergflora gekauft. Mit ganz hübschen bildern und allen pflanzen dies hier so gibt.
Wenn man jedenfalls die species bestimmt hat, muss man abschätzen wie viele Teilquadrate von ihnen bedeckt sind.
außerdem wir ddann noch die höhe der vegetation an 4 punkten im plot gemessen, um eine eingefähre einschätzung zu haben
Dank etwas windigeren Verhältnissen waren wir relativ verschont von Mücken und so ging es schnell voran. Am ende des Tages haben wir sogar noch die hälfte der 600er Plots geschafft.
Abends lagen wir dann um 23h im zelt (nachdem mir Kerstin davon abgehalten hat brav um 10 ins bett zu gehen J)
und sind morgens um 6:10 (!!!) aufgestanden. Erstens weil ida aufgestanden ist und zweitens weil’s einfach zu warm im zelt geworden ist.
Mit Sachen packen und frühstücken waren wir dann um 7:30 startklar und haben uns in Richtung 900 aufgemacht. Nach einer stunde und einem fabelhaften neuen Abkürzungsweg waren wir auch schon da.
Ida ist dann noch fast zur Vogelmörderin geworden, da diese kleinen Frischgeschlüpften eine viel zu gute Tarnung haben.
und eine Isranunkel, die erst ab den höhenlagen vertreten ist.
Außerdem wurden wir noch von einer kleinen Herde rentiere begrüßt, die auf den noch verbliebenen Schnee geflüchtet sind, wahrscheinlich vor den Mücken.
Die haben uns erst ruhig beobachtet, dann ging auf einmal ein schreck durch die Herde, sie rannten los, überlegten es sich aber nach 100 Metern doch wieder anderes und endeten am ende unheimlich nah bei uns und grasten.
Nach Mittag und kleiner Wanderung erreichten wir dann nachmittags die 800er Plots und auch dort wieder das gleiche spiel.
Auch Abendessen gab’s dort und alles in allem waren wir um kurz vor 8 wieder am zelt (wieder nach feiner Abkürzung, langsam kennen wir uns doch aus) und um halb 9 im bett. Ich habe dann tatsächlich bis halb 9 am nächsten morgen geschlafen – war wohl doch auch anstrengend J
Samstag dann haben wir den halben 600er und halben 500er gemacht.
Auf 500 gab’s dann dank Wald und viel Vegetation und wenig wind viele mucken, die uns das leben etwas schwer machten.
Aber glücklicherweise durfte ich Ida (krebserregendes) djungelolja benutzen. Irgendwas Schädliches der Bekämpfungsmittelstufe 3 ist dort drin, aber es wirkt und das war in dem Moment wichtiger ;) regenjacke hilft im übrigen auch gegen stiche...
hier noch ein paar blümchen
smörboll (trollius europeanus)
svarthö (bartsia alpina)
Um 4 waren wir dann wieder zu hause, also hier in Abisko. Abends gab’s dann als Belohnung für harte arbeit spinat-feta lasagne
mit Maria, Kerstin und Joe. Hmmm legga und alle waren froh!
Danach haben wir noch tolle Kunststücke gemacht (ich wusste nicht, dass ich mit einem auge schielen kann ;) ),
und wahlweise süüüüüüß
oder aber etwas merkwüdig ausgesehen ;)
und gequatscht (von Kerstin gibt’s kein komisches Foto, da sie der Fotograf war)!
Ok, und was war davor? Also am Montag sind eljo und zwei freunde von ihm hier angekommen (nachdem sie am Nordkap waren) und haben hier Station gemacht (eljo ist der Holländer den ich aus Umeå kenne, und Maria kennt den auch). Am Montagabend haben die Jungs dann für uns gekocht, aus den Resten ihrer Vorräte gab’s Pilzsuppe und ein Curry
Und zum „Nachtisch“ lofoten-sunrise, mein erster Cocktail seit Wochen und Monaten.
Am Dienstag waren wir dann in retour dran. Das war total nett und lecker und wieder ein bisschen erasmusfeeling ;). Ich hab kartoffel-feta-tomaten-knobi-lauch-käääääse Auflauf gemacht, weil wir gelernt haben, dass Tomaten, Kartoffeln und knobi total toll gegen Mücken sind (bin mir nicht sicher obs was geholfen hat, aber lecker wars allemal). Insgesamt waren wir 9 Leute (3 Holländer, Maria, fridde, Joe, Nori, Kerstin und eine Freundin von fridde) und es war ein heiden spaß. Zum Nachtisch gab’s eis und wir haben noch gespielt. Diesmal Saboteur, weil man das zu 9t spielen kann. Auch ein tolles spiel!!!
So, das waren die aufregenden Erlebnisse der letzten zeit – wie ihr seht gibt’s nicht sooooo unendlich viel J
Der weitere plan ist, dass wir am Dienstag und Mittwoch noch mal hoch gehen, weil ja der halbe 500er noch fehlt und vielleicht noch ein paar andere die wir jez ausgelassen haben, dann so weit sind.
nun wünsche ich einen guten wochenstart und sende liebe grüße